Heft 5 (2001)
Christoph Bochinger:
Die unsichtbare Religion in der sichtbaren Religion.
Zur Alltagsreligiosität evangelischer und katholischer Christen in Franken

Zusammenfassung

Der Beitrag stellt Konzeption und Zwischenergebnisse des interdisziplinären Forschungsprojekts über spirituelle Orientierungen in Oberfranken vor, das an der Universität Bayreuth durchgeführt wird. Der Fokus des Projekts ist die Frage, wie sich die religionssoziologisch als ‚Religionspluralismus‘ und ‚Deinstitutionalisierung‘ gekennzeichneten Veränderungen innerhalb der Kirchen auswirken. Dabei interessiert besonders, wie die Menschen disparate Elemente ihrer Alltagsreligiosität zusammenfügen, warum sie weiterhin Kirchenmitglieder sind, wie sie dies selbst verstehen und nach welchen Kriterien sie ihr religiöses Leben mit seinen unterschiedlichen Facetten ordnen.

Zum Autor

Prof.Dr. Christoph Bochinger, geb. 1959, studierte Evang. Theologie und Religionswissenschaft sowie im Nebenfach Soziologie und Orientalistik in München, Konstanz und Halle/Saale. Promotion zum Dr. theol. 1993 an der Universität München mit einer religionswissenschaftlichen Arbeit über „New Age“. Habilitation für das Fach „Missions- und Religionswissenschaft“ 1996 in München mit einer Arbeit über die Wahrnehmung des Islam im Hallenser Pietismus des 18. Jahrhunderts. Seit 1.10.1997 Professor für Religiöse Sozialisation und Erwachsenenbildung an der Universität Bayreuth.

E-mail: Christoph.Bochinger@uni-bayreuth.de