Heft 4 (2001)
Daniel Kraus:
Zur Psychodynamik der Bindung an neureligiöse Bewegungen
Zusammenfassung
Inhalt der Arbeit sind psychische Voraussetzungen und Auswirkungen der Bindung an neureligiöse Bewegungen. Ausgehend von einer Darstellung psychoanalytischer Deutungsmuster neureligiöser Bindungen und ausgewählten empirischen Ergebnissen werden folgende Thesen vertreten: Neureligiöse Bindungen können auf die Abwehr unbewußter Konflikte zielen. Stabilität gewinnt solche Abwehr bei einer „Passung“ von Persönlichkeits- und Gruppenstruktur. Die Relation ihrer funktionalen und dysfunktionalen Effekte kann in Abhängigkeit von bestimmten Risikofaktoren stark variieren.
Zum Autor
Dr. Daniel Kraus, seit dem 1.9.2001 Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit und Evaluation des Vereins zur Förderung der Lungen- und Bronchialheilkunde in Nürnberg. Zuvor wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut zur Erforschung der religiösen Gegenwartskultur (IrG) der Universität Bayreuth. 2000 Promotion zum Dr. phil. in Psychologie mit einer Arbeit über die Konstruktvalidität psychoanalytisch fundierter Persönlichkeitsfragebögen.