Heft 10 (2005)
Martin Hailer:
Materialien zum Selbstverständnis der evangelischen Theologie als universitärer Disziplin

Zusammenfassung

Für Selbst- wie Fremdverständnisse ist es sinnvoll, Stellung und Funktion der Theologie als akademischer Wissenschaft zu beschreiben. Das geschieht im vorliegenden Aufsatz zuerst durch einen groben historischen Überblick und als nächstes durch Analysen zu den entsprechenden Positionen der Klassiker Friedrich D.E. Schleiermacher (19. Jhdt.) und Karl Barth (20. Jhdt.). Mit ihnen - kulturphilosophische Argumentation einerseits, strikte Offenbarungstheologie andererseits - ist die Bandbreite des evangelisch Üblichen benannt. Die gegenwärtige Diskussionslage wird durch die Beschreibung von vier Typen akademisch-theologischen Selbstverständnisses vorgenommen. Die eigene Position wird in zwölf Thesen entfaltet. Sie behaupten, dass der Streit zwischen Glauben und Wissen bis auf weiteres unauflösbar ist und dass die akademische Theologie den universitären Ort für diesen Streit darstellt, ohne den die Universität empfindlich ärmer wäre. - Diese Position wird ausführlich begründet und entfaltet im Buch des Autors: Glauben und Wissen. Arbeitsbuch Theologie und Philosophie, Göttingen 2006.

Der Autor

Martin Hailer, Dr. theol. (1997, Universität Heidelberg), Pfarrer (1999, evang.-luth. Kirche in Bayern), Privatdozent für systematische Theologie (2003, Universität Erlangen), Zuerkennung des Heisenberg-Stipendiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2007), seit 2007 Vertretungsprofessor für systematische Theologie an der Leuphana-Universität Lüneburg. Buchveröffentlichungen zur Fundamentaltheologie, feministischen Theologie, Gotteslehre, Ökumene, ferner Lehrbücher. Forschungsgebiete: Dialog Theologie - Philosophie, ökumenische Theologie, Gotteslehre.

 

Website mit weiteren Informationen: www.bgmh.de

E-mail: hailer@leuphana.de